Frottierwäsche

Unsere Philosophie

Ihr Fachhandel für hochwertige Handtücher.

Grundverständnis für den Aufbau und Konstruktion der FelAWie Textilien

Einführung

Wohlig weich, saugfähig, in ansprechenden Farben und Designs setzt die FelAWie Frottierwäsche Akzente im Badezimmer.


Um Produktqualitäten unterscheiden zu können und nutzenorientierte Verkaufs-argumente ableiten zu können, ist ein Grundverständnis für Aufbau und Konstruktion von Textilien erforderlich. Dabei sind stets dieselben Elemente zu betrachten, die Eigenschaften von Textilien bestimmen:


  • Textilrohstoffe/Materialzusammensetzung
  • Garnkonstruktionen
  • Art der textilen Fläche (Herstellung)
  • Ausrüstung /Textilveredelung
  • Dessinierung (Mustergebung)

Materialien

Baumwolle

Zur Herstellung von Frottierwaren werden in der Regel relativ einfache Baumwollqualitäten eingesetzt, weil hierfür keine besonders feinen Garne notwendig sind. Frottierstoffe sollen vor allem:


  • eine gute Saugfähigkeit besitzen
  • weich und flauschig sein
  • eine hohe Schlingenfestigkeit aufweisen
  • gute Echtheitswerte – insbesondere Waschechtheit – aufweisen

Baumwolle gehört zu den Textilrohstoffen mit höchster Saugfähigkeit. Durch die Garnkonstruktion – Einfachgarn, voluminös, weich gedreht – wird dieser Effekt unterstützt. Nachteilig wirkt sich diese Konstruktion durch erhöhte Flusenbildung, vor allem beim Waschen aus. Baumwolle lässt sich sehr gut färben und bedrucken. Insofern sind hohe Echtheitswerte erreichbar.


Mischungen


Materialmischungen bei Frottierstoffen sind selten. Möglich ist eine Beimischung von Regeneratfasern auf Zellulosebasis (Viskose oder Modalviskose). Die für Frottierstoffe typischen Eigenschaften ändern sich kaum.


Baumwolle gehört zu den Textilrohstoffen mit höchster Saugfähigkeit. Durch die Garnkonstruktion – Einfachgarn, voluminös, weich gedreht – wird dieser Effekt unterstützt. Nachteilig wirkt sich diese Konstruktion durch erhöhte Flusenbildung, vor allem beim Waschen aus. Baumwolle lässt sich sehr gut färben und bedrucken. Insofern sind hohe Echtheitswerte erreichbar.

Herstellung

Schlingenstoffe

Sog. „Schlingenstoffe“ können auf unterschiedliche Weise produziert werden.

Schlingenstoffe

Maschentechnik

Fadenschleifen wer­den ineinander geschlungen und bilden auf diese Weise eine Fläche. Dabei lassen sich in der Fläche zusätzlich sog. „Henkel“ herstellen, die einen frottierartigen Effekt erzeugen. Wirkfrottierstoffe werden vorzugsweise für Spannbetttücher eingesetzt und haben bei Badtextilien keine Bedeutung.

Tuftingtechnik

Die Tuftingtechnik kann Schlingenstoffe erzeugen (s. Zwirnfrottier). Für die Produktion von Badwäsche wird sie jedoch nicht eingesetzt.

Nähwirktechnik

Vom Prinzip her eine Kombination aus Näh- und Maschentechnik. Zur Produktion von frottierartigen Stoffen wird hierfür die „Mali-Pol-Technik“ eingesetzt, bei der auf eine vorhandene textile Fläche (z.B. Gewebe) Polschlingen „aufgenäht“ werden. Auf einer Seite der Stoffe sind dann Schlingen zu sehen, auf der Rückseite lediglich sog. Kettmaschen-stäbchen. Auf diese Weise kann Material eingespart werden, jedoch ist dafür auch die Saugfähigkeit gegenüber Stoffen mit zwei Schlingenseiten deutlich geringer. Für Badtextilien haben solche Stoffe nur eine geringe Bedeutung im unteren Preisbereich.

Webtechnik

Rechtwinklige Verkreuzung von mindestens zwei Faden-syste­men. Gewebte Frottierstoffe gehören zu den echten Florgewe­ben, da die Polnutzschicht aus einem (oder mehreren) zusätzlichen Kett­fadensystem besteht. Fast alle Frottierstoffe, die als Badtextilien einge­setzt werden sind Webfrottiers. Sie dürfen nicht mit „Frottee“ verwechselt werden. Frottee ist ein (Flach-) Gewebe, bei dem in Schussrichtung Effekt- oder Kräuselzwirne eingesetzt werden. Es bekommt dadurch eine schlingenartige Struktur, die aber bei weitem nicht so voluminös und weich ausfällt, wie beim Frottier. Für Bad­wäsche kommt fast ausschließlich Webfrottier zum Einsatz. Heute werden überwiegend so genannte „3-Schuss-Frottiergewebe“ hergestellt, und mit zwei Polketten gearbeitet.


Die Schlingenbildung erfolgt meist durch hori­zontale Bewegung des Brustbaums (Warenabzug nach dem Webblatt-An­schlag). Auf diese Weise entsteht zunächst eine kleine Lücke im Abstand der eingetragenen Schüsse. Wird sie durch Bewegung des Brustbaums in Rich­tung Webblatt geschlossen, werden die ohne Spannung in den Webstuhl eingezogenen Schlingenketten nach vorne geschoben und auf diese Weise zu Schlingen ausgeformt.


Schlingenstoffe

Auf diese Weise las­sen sich einseitige, doppel­seitige und mit Hilfe von Jac­quardmaschinen buntgewebte und relief­artige Frottier­stoffe erzeugen. Die Einbindung der Polnoppen bei Frottier ist in „V oder W“-Bindung möglich. W-bindige Stoffe haben wesentlich höhere Schlingenfestigkeit (Widerstand der Schlingen gegen Herausziehen).


V-Bindung W-Bindung höhere Schlingenfestigkeit
Schlingenstoffe

Walkfrottier = ReguLär®, ForMat® und AkTiv®

Als „Walk-Frottier“ wird eine Qualität bezeichnet, deren Florkette aus ungezwirnten Garnen besteht. In der Ausrüstung werden diese Stoffe gekocht. Die Garne quellen und bilden spiralförmige Schlingen, die unregelmäßig durcheinander liegen. Die Stoffe laufen bei der späteren Pflege kaum noch ein, werden schlingenfester und sehr saugfähig.


FelAWie ReguLär® FelAWie ForMat® FelAWie AkTiv®

Zwirnfrottier = SoliDe®

Beim Zwirnfrottier werden in der Florkette weich gedrehte Zwirne eingesetzt. Es entsteht ein relativ gleichmäßiger, dichter Flor. Die Saugfähigkeit ist deutlich geringer, als beim Walkfrottier, jedoch haben die Stoffe einen kräftigen, kernigen Griff und erzeugen einen stärkeren Massageeffekt.


SoliDe®

Zero Twist (High-Tech-Garn) = ScharMant®

FelAWie ScharMant®Bei dieser Garnneuheit, entstehen durch ein High-Tech-Spinnverfahren im Garn Hohlräume, die ein besonders hohes Garnvolumen hervorbringen.Die Badetücher sind wesentlich leichter und flauschiger als Produkte aus herkömmlichen Garnen und das bei gleicher 'optischer Schwere'. Sie sind saugfähiger, trocknen schneller als klassische Frotteewaren und sind dabei ungemein hautsympathisch und kuschelig weich.


SoliDe®

Formen

FelAWie Frotteehandtücher

Unsere Frottierwäsche wird in unzähligen Größen und Formen angeboten. Die gängigsten Größen sind:

Design

Uni / stückgefärbt

Unifarbige Frottierwäsche wird i.d.R. rohfarbig hergestellt, anschließend gebleicht und danach als Meterware gefärbt, bevor dann daraus die entsprechenden Produkte konfektioniert werden.

Stickt

Bestickte Hand- und Badetücher erfreuen sich – vor allem als Geschenk – großer Beliebtheit. Am häufigsten werden Initialen eingestickt. Diesen Service bieten gute Wäschefachgeschäfte vor Ort an. Zum Sticken werden kleine Stickautomaten eingesetzt, die ähnlich arbeiten, wie eine „Zick-Zack-Nähmaschine“.


Druck

Frottierwaren sind nicht ganz einfach zu bedrucken. Das voluminöse Material und die hohe Saugfähigkeit lassen keine scharf abgegrenzten Konturen entstehen. Zum Einsatz kommt ausschließlich das Siebdruckverfahren, da es mit „nassen“ Druckfarben arbeitet, die genügend in das Material eindringen können, um ausreichende Waschechtheit zu erreichen.


Auf Fototechnischem Weg werden Druckschablonen für jeden Farbauszug eines Musters angefertigt. Diese Schablonen bestehen aus einem feinen "Gazegewebe", das mit einer lichtempfindlichen Gelatineschicht versehen wird. Darauf wird der entsprechende Farbauszug "aufbelichtet". Nach dem anschließenden Fixieren und Auswaschen entstehen an den "Muster-bildern" durchlässige Stellen im Gewebe, während die Schablone sonst dicht ist.


In Schablonenrahmen eingespannt werden sie in den "Flachdrucktisch" montiert und zwar hintereinander alle Farben. Der bis zu 50 m lange Tisch besteht aus einem endlosen Gummitransportband, auf das der Stoff möglichst fadengerade und faltenfrei aufgeheftet wird. Sämtliche benötigte Schablonen werden gleichzeitig, nebeneinander auf den vorbereiteten Stoff aufgelegt. Mit einem Rakel wird die jeweilige Druckfarbe gleichmäßig über die gesamte Breite und Länge eines Siebes verteilt. Durch die durchlässigen Stellen dringt dabei die Farbe auf den Stoff - es wird "nass in nass" gedruckt.


Nach jedem Rakeldurchlauf werden sämtliche Schablonen angehoben und der Stoff um einen Druckrapport weitergezogen und der Vorgang beginnt von vorn. Am Ende des Drucktisches wird der Stoff wieder vom Gummituch abgelöst, anschließend fixiert und getrocknet. Mit diesem Verfahren lassen sich bereits relativ kleine "Auflagen" rationell und kostengünstig herstellen.


In neueren Anlagen werden die Schablonen in zylindrische Form gebracht und es kann auf diese Weise kontinuierlich im Rotationsverfahren gearbeitet werden.